Wichtig ist, einen Brustkrebs bereits im Frühstadium erkennen zu können!
Dazu gehört unbedingt das regelmässige Abtasten der Brust, denn das häufigste Brustkrebssymptom ist ein tastbarer, meist schmerzloser Knoten. Je besser eine Frau ihre Brust durch eigenes, wiederholtes Abtasten kennt, desto eher spürt sie einen Tumor in einem frühen Stadium.
Zur persönlichen Vorsorge gehört auch ein gutes Auge. Der Krebs kündigt sich nämlich nicht immer nur durch Knoten in der Brust an. Es ist somit wichtig, die Beschaffenheit und das Aussehen der eigenen Brust gut zu kennen. Veränderungen* sollten sofort von einem Arzt abgeklärt werden.
*kurze Beschreibung solcher Veränderungen
Die monatliche Selbstuntersuchung der Brust nach der Periode mit Bildern und Beschreibung
(für Frauen in der Menopause spielt der Zeitpunkt der Untersuchung keine grosse Rolle)
Ablauf der Vorsorgeuntersuchung im Brustzentrum (Video TV-Sendung Gesundheit Sprechstunde)
Eine zusätzliche Mammographie wird bei Unregelmässigkeiten der Brustbeschaffenheit gemacht. Dabei können auch nicht tastbare Tumore erkannt werden. Das heisst, dass sich sehr oft Mikroverkalkungen im Brustgewebe befinden. Wenn diese geballt als Herd auftreten, kann sich daraus oft ein Karzinom entwickeln. Mikroverkalkungen können jedoch nur in der Mammographie gesehen werden, Ultraschall allein genügt also nicht als Vorsorge.
DCIS: die meisten duktalen Carcinomata in situ enthalten Mikroverkalkungen und sind daher mammographisch darstellbar. So können auch Herde unter 1 cm Durchmesser festgestellt werden.
Die Mammographie ist die effektivste Methode zur Früherkennung von Mammakarzinomen, denn durch Tasten können Herde von Ca in situ erst ab etwa 2 cm Durchmesser erfaßt werden, wenn der Herd nahe der Brust-Oberfläche liegt und die Brust gut durchzutasten ist.
Informationen zur Mammographie
Mammographie zeigt einen Herd Mikroverkalkungen
Vorgehen bei Mikrokalk von Frau Prof. Dr. med. Rahel Kubik und Mafalda Trippel, Baden
Die verschiedenen Diagnosemethoden: Tastuntersuchung, Mammographie, Sonographie, Biopsie
Die meisten Knoten in der Frauenbrust sind gutartig, sie entstehen im Bindegewebe (Fibroadenome) oder selten im Fettgewebe (Lipome). Fibroadenome wachsen um Drüsenläppchen zu Knollen heran. Ob sie gutartig sind, lässt sich nur mit einer Analyse (Biopsie) überprüfen. Wenn sicher ist, dass die Zellen nicht mutieren und der Knoten nicht stört, gibt es keine zwingenden Gründe, ihn zu entfernen.
Viele der tastbaren Unregelmässigkeiten im Brustgewebe sind keine Neubildungen, sprich Geschwülste (lateinisch: Tumoren), sondern Mastopathien oder Zysten.
Am häufigsten entstehen Fibroadenome bei Frauen zwischen 15 und 30 sowie zwischen 45 und 55 Jahren. Etwa jede dritte Frau hat Fibroadenome.
Jedoch bei etwa jedem vierten Knoten handelt es sich um einen bösartigen Tumor. Eine gründliche Abklärung ist darum in jedem Fall unumgänglich.
BI-RADS–Klassifikation - Beurteilung im BI-RADS Ultraschall-Lexikon (direkter Link, mehr siehe unten)
Praxis der Mamma-Sonographie - div. Vorträge im UniversitätsSpital Zürich
Nach einer Tumorentfernung ist eine Nachsorge während der folgenden Jahre sehr wichtig. In regelmässigen Abständen muss die operierte Brust untersucht werden, um eventuell aufkommende neue Krebszellen möglichst früh erkennen und behandeln zu können.
Dabei sollte ein sehr erfahrener Arzt im Bereich Brustkrebs in regelmässigen Abständen die Brust abtasten: während der ersten 2 - 3 Jahre nach der Operation ungefähr alle 3 – 4 Monate, ab dem dritten oder vierten Jahr etwa halbjährlich. Die Abstände zwischen den Untersuchungen werden mit der Zeit jedoch immer grösser.
Alle Jahre ist zudem eine Mammographie von beiden Brüsten notwendig.
Der Nachsorgeplan kann von Arzt zu Arzt etwas verschieden sein.
Wie eine Nachsorge über Jahre hinweg aussehen kann - mit Mammographien und Ultraschallbildern
(die ersten 5 Jahre nach BET beidseits, die folgenden Jahre mit Silikon-Implantaten)
Zurück ins Leben nach Brustkrebs von Frau Dr. med. Stephanie von Orelli, Zürich
Was sind die grössten Risikofaktoren?
Die zwei wichtigsten und nicht beeinflussbaren Risikofaktoren sind Alter und Geschlecht - es erkranken fast nur Frauen an Brustkrebs. Und je höher das Alter, desto höher das Risiko. So sind 77 Prozent aller Frauen zum Zeitpunkt der Diagnosestellung über fünfzig Jahre alt.
Daneben gibt es noch zahlreiche weitere Einflüsse, die das Risiko von Brustkrebs leicht erhöhen, wie die Antibabypille, eine Hormontherapie nach den Wechseljahren, das Rauchen oder die Ernährung.
Stärker gefährdet sind auch Frauen, die eine Mutter, Tochter oder Schwester mit Brustkrebs in der Familie haben.
familiärer Brustkrebs: genetische Vorbelastung (BRCA1 und 2):
erbliche Mamma- und Ovarial-Carcinomas - Publikation von Frau Dr. med. Nicole Bürki
Hereditäre Tumorkrankheiten / familiärer BK - Publikation von Frau Dr. med. Nicole Bürki
BRCA-Netzwerk zur Hilfe bei familiärem Brustkrebs und Eierstockkrebs
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Beratungsstelle für Personen mit erblich bedingtem Krebsrisiko
Ernährung und Mammakarzinom von Dr. med. Patric Beer, Bülach
Behandlung des Brustkrebs - und was kann ich selber tun von PD Dr. Mathias Fehr, Frauenfeld
Fettmetabolismus und Sport - neue Erkenntnisse von Dr. med. Eliane Sarasin, Zürich
Wie hoch ist die Chance, den Brustkrebs zu überleben?
Fünf Jahre nach der Diagnose leben noch nahezu achzig Prozent der erkrankten Frauen. Seit den Neunzigerjahren überleben in der westlichen Welt immer mehr Frauen die Krankheit dank wirksamerer Medikamente sowie besserer Früherkennungsprogramme - je eher ein Brustkrebs entdeckt wird, desto grösser die Heilungschancen!
Die Fibroadenome sind meist gutartige Tumore. Diese bei jüngeren Frauen sehr häufigen Tumore (gewuchertes Bindegewebe) in den Drüsenläppchen treten meist im oberen Teil der Brust auf. Sie sind an dieser Stelle gut zu ertasten. Grosse Fibroadenome können sogar als Wölbungen der Haut auffallen. Ob die Geschwulste gut- oder bösartig sind, muss der Arzt mit einer Stanzbiopsie überprüfen. Stellt ein Fibroadenom keine Gefahr dar, muss es nicht entfernt werden.
Ausführliches zum Fibroadenom und der Sonderform Phylloidtumor (Cystosarcoma phylloides, CSP)
Bei den Zysten handelt es sich um Drüsenläppchen, deren Ausgang verschlossen ist. Darin sammelt sich Flüssigkeit, die Zyste wächst. Irgendwann kann sie ertastet werden. Per Tastbefund ist sie nicht von einem Tumor zu unterscheiden. Ihr Druck verdrängt das Bindegewebe und kann Schmerzen verursachen.
Zysten: wann besteht Handlungsbedarf? von PD Dr. med. Andreas Günthert
Unter dem Begriff Mastopathie fassen die Ärzte eine ganze Gruppe von unterschiedlichen Knotenarten zusammen, die eines gemeinsam haben: die Vermehrung von Bindegewebe in der Brust. Mit dem Bindegewebe vermehren sich auch oberflächliche Milchgang- und Drüsenläppchenzellen, die zu Krebszellen mutieren können. Mastopathien selbst sind also ungefährlich, sie steigern jedoch das Krebsrisiko.
Vorgehen bei Milchgangssekretion von Frau Dr. med. Claudia Braschler
dkfz. Deutsches Krebsforschungszentrum, Krebsinformationsdienst: Ausführliches zur Früherkennung
Brustkrebs bei Männern - leider wird dies kaum je erwähnt. Ein kürzlich erhaltenes e-mail rüttelt auf:
"Mein sehr guter Freund Michael ist im September 2011, ein Jahr nach der Diagnose, an Brustkrebs gestorben. Brustkrebs bei Männern ist sehr selten - wenn, dann aber oft nicht zu überleben. Vereine, wie dieser, könnten Männern klar machen, dass auch sie – unwahrsheinlich, aber möglich - in Gefahr sein können. Vielleicht würde er heute noch leben, wenn dies mehr im öffentlichen Bewusstsein wäre."
Brustkrebs gilt zwar als typische Frauenerkrankung, aber auch Männer, eher ältere, können davon betroffen sein. Die Chancen auf Heilung sind bei Männern die gleichen wie bei Frauen; die Behandlung richtet sich nach den selben Leitlinien wie für Frauen.
Brustkrebs bei Männern ist jedoch ein Tabuthema. Das ist ebenfalls ein Grund, warum Brustkrebs bei Männern im Durchschnitt viel später diagnostiziert wird, als dies bei Frauen der Fall ist. Dadurch verschlechtert sich leider auch die Prognose.
Bei einem Verdacht ist es daher ratsam, sofort ein Brustzentrum für weitere Abklärung aufzusuchen.
Der Krebsinformationsdienst KID hat für betroffene Männer, ihre Familien und Freunde einen Überblick über Risikofaktoren, Symptome, Untersuchungen bei Verdacht, Behandlung, Krankheitsbewältigung und anderes mehr zusammengestellt:
Gegenüberstellung der Häufigkeit von Brustkrebs (Mammakarzinom) bei Männern und Frauen
*Krebs ist in der Schweiz keine meldepflichtige Krankheit, aus diesem Grund gibt es keine präzisen statistischen Zahlen zu Krebs-Neuerkrankungen in der Schweiz.
Wegen gehäufter Brustkrebsfälle in der Familie machte ich einen Gen-Test mit dem Ergebnis, dass ich eine BRCA-2 Genmutation habe. Mein Risiko, an Brustkrebs zu erkranken, ist bei etwas über 60 %; und das Risiko, Eierstockkrebs zu bekommen, ist bei ungefähr 30 %.
Für mich stand immer die Mastektomie im Vordergrund - von Alexandra